23. Oktober 2017 Diskussion/Vortrag Ruth Werner - eine ungewöhnliche Frau und Mutter

als Kundschafterin zwischen den Fronten in den Zeiten der Krieges mit Christa Jacob

Information

Veranstaltungsort

Bürgerhaus «alternativE»
Gustav-Bachmann-Str. 33
06130 Halle

Zeit

23.10.2017, 14:30 - 17:30 Uhr

Themenbereiche

International / Transnational

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Krieg/Frieden
23.10.2017 Montag 14:30 Uhr I Vortrag und Diskussion
Ruth Werner - eine ungewöhnliche Frau und Mutter als Kundschafterin zwischen den Fronten in den Zeiten der Krieges.
mit Christa Jacob
Gemeinsame Veranstaltung der RLS Sachsen-Anhalt mit dem Humanistischen Regionalverband Halle-Saalkreis
Ruth Werner (1907-2000), eigentlich Ursula Beurton, geborene Ursula Kuczynski, trat 1926 der KPD bei und gründete 1928 die Marxistische Arbeiterbibliothek und übernahm deren Leitung. Sie schrieb für "die Rote Fahne" und "Welt am Abend". 1929 heiratete sie den Architekten Rudolf Hamburger und ging mit ihm 1930 nach Shanghai. Dort rekrutierte sie Richard Sorge als Agentin für den sowjetischen Militärnachrichtendienst. Nach einer Ausbildung als Agentin und Funkerin in Moskau führte sie ein höchst unstetes Leben als Kundschafterin in der Schweiz und in Großbritannien unter dem Decknamen "Sonja". So sandte sie aus England Informationen über das amerikanisch-britische Atombombenprojekt nach Moskau.
Sie schrieb ab 1956 u.a. Kinderbücher und verfasste ihre Autobiographie, die 1977 erstmals unter dem Titel "Sonjas Rapport" veröffentlicht wurde; 1991 auch in Großbritannien. 2006 erschien eine neue, erweiterte Ausgabe ihrer Autobiographie. Sie war Mutter dreier Kinder. 1931 wurde ihr Sohn Michael, 1936 ihre Tochter Janina und 1943 ihr Sohn Peter geboren.

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