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Dokumentation : "NeueWut!" = neue politische Bewegung? = Linkspartei?

Ob Proteste gegen Hartz IV oder Arbeitskämpfe bei Mercedes, Opel und VW: Es ist vor allem Wut, die die Menschen treibt. Zu Martin Keßlers Film "Neue Wut" diskutieren linke Akteure über Protest, Selbstorganisation und politische Perspektiven.

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort
ACUDkino
Veteranenstraße 21
10119 Berlin
Datum
05.09.2005
Themenbereiche
Wirtschafts- / Sozialpolitik

Details

"NeueWUT" von Martin Keßler.

Doku, BRD 2005, 90 min.

Im Anschluss an die Vorführung des Films diskutieren:

• Ulrich Peter - Berlin von Unten, verdi-Linke, WASG

• Wolfgang Pomrehn - freier Journalist

• Roland Klautke - Sozialbündnis, Montagsdemo, WASG

• Pedram Shahyar - attac-Koordinierungskreis

• N.N. - FELS/Für eine linke Strömung (angefragt)

Aprildemonstrationen gegen die Agenda 2010, Proteste gegen Hartz IV, Arbeitskämpfe bei Mercedes, Opel und VW. Es ist vor allem Wut, die die Menschen treibt: Wut über die Praxis- oder Studiengebühr. Wut über Lohn- und Personalabbau. Wut über die schamlose Bereicherung bei "denen da oben" und immer neue Einsparungen "bei denen da unten". Und hinter dieser Wut steht oft genug blanke Angst. Die Angst, endgültig sozial abzustürzen.

Die Langzeitbeobachtung "neueWUT" begleitet "einfache Demonstranten" und sogenannte "Rädelsführer", die sich gegen soziale Entsicherung zur Wehr setzen. Der Film schaut da intensiv hin, wo eine zunehmend hysterische aktuelle Berichterstattung immer öfter wegschaut: Woher kommt diese Wut? Zu diesen Fragen läßt der Film nicht nur Arbeitslose und Automobilarbeiter selber antworten aber auch bekannte Akteure wie den Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach, den DGB-Vorsitzenden Michael Sommer oder den "Reformpolitiker" Wolfgang Clement Stellung beziehen.

Im Anschluß an diese Dokumentation der sozialen Bewegungen 2003-2005 sprechen wir - auch vor dem Hintergrund der Bundestagswahl - über mögliche politische Perspektiven. Aktive aus verschiedenen Zusammenhängen diskutieren aus unterschiedlichen linken und engagierten Positionen über neue Schnittmengen, Probleme und Möglichkeiten, die sich im Raum zwischen Protest, gewerkschaftlich-sozialen Zusammenhängen und politischer Selbstorganisation eröffnen.

Die veranstaltung wird unterstützt von RLS und DGB-Jugend.

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