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16. April 2026: Lesung/Gespräch : Erik Neutsch. Der letzte Jakobiner

Der Quedlinburger Bücherfrühling zu Gast im Großen Schloss Blankenburg

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Großes Schloß Blankenburg
Großes Schloss 1
38889 Blankenburg

Zeit
16.04.2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Der Quedlinburger Bücherfrühling zu Gast im Großen Schloss Blankenburg
Erik Neutsch. Der letzte Jakobiner

Veranstalter: RLS Sachsen-Anhalt/Club Harz, Verein Rettung Schloss Blankenburg, Quedlinburger Bücherfrühling, Verein zur Förderung der Friederike-Caroline-Neuber-Stiftung, Erik-Neutsch-Stiftung 

Gunnar Decker liest ausgewählte Passagen aus seiner Biographie über Erik Neutsch, die anläßlich des 95. Geburtstages des Autors 2026 gerade erschienen ist.
Der DDR-Schriftsteller Erik Neutsch stellte wie kein zweiter das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes. Damit erreichte er zwar ein Millionenpublikum, aber stieß auch auf teils heftigen Widerstand von SED-Funktionären. Bereits sein erster großer Erfolg "Spur der Steine" (1964) galt einigen von ihnen als zu anarchistisch. Das nachfolgende Buch "Auf der Suche nach Gatt", die Geschichte eines Parteifunktionärs als Untergeher, erhielt jahrelang keine Druckerlaubnis und konnte erst 1973 erscheinen.
Bis Ende der 70er Jahre traf Neutsch mit seinen ersten beiden Büchern von "Der Friede im Osten" (1974/78) und "Zwei leere Stühle" (1979) den Nerv kritisch gestimmter Leser. In den 80er Jahre jedoch gerät er - auch aufgrund seiner Alkoholsucht - in eine Schreibkrise. Der Autor entfremdet sich von seinen Lesern.
Erst der Wendeschock von 1989 bringt ihn wieder zu sich, weckt einen neuen Schreibfuror. Vom Literaturbetrieb weitgehend ignoriert, gelingt ihm 2003 mit "Nach dem großen Aufstand. Ein Mathias-Grünewald-Roman" ein bedeutsames Alterswerk, das seiner Wiederentdeckung harrt.

 

Standort

Kontakt

RLS-Konferenzraum

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