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21. April 2021: Lesung/Gespräch : Lu Märten ›Die Künstlerin‹ (1919)

mit Anne Hofmann (Leipzig)

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Digital

Zeit
21.04.2021, 20:00 - 21:30 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Lu Märten ›Die Künstlerin‹ (1919)
mit Anne Hofmann (Leipzig)

REIHE: Die Mitteldeutschen Märzkämpfe 1921

Digital

Eine Veranstaltungsreihe der RLS Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen

Lu Märten (1879-1970) entwickelte eine ästhetische Theorie, schrieb neben ihrer theoretischen Arbeit journalistisch, dramatisch und lyrisch. Zwischen 1906 und 1987 wurden ihre (frauenrechtlichen) sozial- und kulturkritischen Texte in Medien der Frauen- und Arbeiterbewegung veröffentlicht, in der sie sich politisch wie theoretisch engagierte. Zum einen formulierte sie den Anspruch der gewerkschaftlichen Organisierung von Künstler*innen, zum anderen entwickelte sie eine radikale Produktionsästhetik, die eine gegenseitige Aufhebung von industrieller und künstlerischer Produktion vorsah. Ihre wichtigste Frage war: »Welche Ästhetik braucht die neue Bewegung?«, also welcher »Kunst« (bei ihr: welche Formen) emanzipierte Menschen bedürften und wie sie diese selbst erschaffen. Dafür stellte sie das Geschlechterverhältnis und den Arbeiter*nnenalltag ins Zentrum ihrer Analyse. In ihrem Hauptwerk »Wesen und Veränderung der Künste/Formen« entwickelte sie eine ästhetische Theorie, die davon ausging, dass »Kunst« aus den gesellschaftlichen Verhältnissen, ihren technischen und materiellen Voraussetzungen (Produktionsbedinungen) verstanden werden muss - nicht als »Instanz der Repräsentation«. Lu Märtens Denken beeinflusste u.a. die tschechische Poetismus-Avantgarde-Bewegung und das Bauhaus.

Im Zentrum des Vortrages steht ihr Text ›Die Künstlerin‹, welcher 1919 erstmals veröffentlicht wurde. ›Die Künstlerin‹ umfasst eine geschlechtsspezifische Betrachtung der Kunstproduktion, Arbeitsteilung, Maschinenarbeit und deren Zusammenhänge. Daraus entwickelt sie ihre Forderung, dass Frauen sich als Subjekte ästhetischer Prozesse begreifen und entwirft damit erste Ansätze zu einer emanzipatorischen und gesellschaftsverändernden Perspektive auf diese. Anne Hofmann widmet sich experimentierend den ästhetisch-theoretischen Konzepten sowie der literarischen Arbeit Lu Märtens.

Anne Hofmann ist Bildende Künstlerin, Redakteurin, Autorin und Gestalterin der Zeitschrift outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik Leipzig.

Anmeldung: maerzkaempfe@rosaluxsa.de

Link zur Veranstaltung: : https://rosalux.applikations-server.de/b/ros-p68-uul-vfr

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt

Telefon: +49 391 25191475

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